Drucken

Haarausfall ein Übel

Geschrieben von Michael Wappler am 02. Mai 2011. Veröffentlicht in Erkrankungen

Der Zustand des Fell unserer vierbeinigen Freunde ist ein Spiegelbild ihrer Gesundheit und des seelischen Zustandes. Durch Befall mit Parasiten, Krankheitserregern, Hormonschwankungen oder durch Stress und Mangelerscheinungen, wegen schlechter bzw. falscher Fütterung kommt es zum Haarausfall. Der Hund wechselt sein Fell in der Regel zwei mal im Jahr. Wie wir Menschen zieht er sich mal warm oder mal kühl an, abhängig von der Jahreszeit. In einem warmen zuhause kann es aber aufgrund der ausgewogenen Temperatur das ganze Jahr über zum Fellwechsel kommen.

Leidet der Hund unter einem übermäßigen Haarausfall, vielleicht mit kahlen Stellen, welche nicht durch lecken oder Kratzen entstanden sind, so spricht man von der Alopecie. Auch stumpfes, mattes oder öliges Fell sind ein Zeichen dafür das irgend etwas nicht stimmtDann sollte jeder Hundbesitzer aufwachen und durch Beobachten feststellen ob der Hund sich häufig juckt oder Ekzeme zeigt

Aber auch durch falsche oder mangelhafte Ernährung kann es zu Fellproblemen kommen. Handelsübliches Markenfutter ist heute so ausgewogen das unsere Küche dort nicht mehr mithalten kann. Es kann aber zusätzlich mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert werden. Bewährt haben sich bei mir ab und zu Kieselerdepulver und Biotin. Auch einmal die Woche ein Ei und an einem anderen Tag ein wenig Sonnenblumenöl haben schon so manches Fellproblem beseitigt.

Einige Hunde bekommen auch von übermäßigem Fleischverzehr mattes und stumpfes Fell. Hier hilft eine Umstellung auf eine aufgewogene Ernährung. Eventuell liegt auch eine Allergie gegen ein oder mehrere Inhaltsstoffe vor. Ein übermäßiger Eiweißanteil und ein Mangel an Fettsäuren führen häufig zu Juckreiz, Schuppenbildung und Ekzemen. Ein Futterwechsel und ein Allergietest helfen bei der Feststellung.

Hinter stumpfem Fell, Haarausfall und vor allem Schuppenbildung können aber auch Parasiten wie Milben oder eine Pilzinfektion stecken. Es gibt sogar Hunde die auf Flöhe allergisch reagieren und dann ihre Haare verlieren. Ebenso möglich ist eine Hormonelle Umstellung  nach Kastration oder eine Schilddrüsenüber~ oder ~unterfunktion. Dann sollte sich der Harausfall aber mit der Zeit von selbst erledigen. Auch Stress kann Haarausfall verursachen. Gestresste oder neurotische Hunde kratzen und beißen sich, haben dünnes Haar oder verlieren stellenweise die Haare. Mitunter ist der Haarausfall genetisch bedingt. Manche Rassen wie Boxer und Dalmatiner neigen dazu.

Eine sorgfältige Pflege ist Voraussetzung für ein schönes und gesundes Fell. Auch Hunde mit kurzem Fell sollten täglich gebürstet werden. Beim Kämmen fallen die Hautveränderungen eventuell sogar Tumore und Ungeziefer frühzeitig auf. Hunde sollten so selten wie möglich gebadet werden, und wenn, dann nur mit lauwarmem, klarem Wasser und mildem, rückfettendem Hunde-Shampoo. Dabei bitte immer die Hundeohren mit Watte zu schützen.