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Rassestandart

Geschrieben von Michael Wappler am 29. Juli 2011. Veröffentlicht in Hundephysiologie

Als Rasse zeichne ich mich durch Freundlichkeit, Fröhlichkeit und Charme aus. Ich bin gutartig, lasse mich leicht erziehen, bin sehr unterordnungsfreudig und den Menschen treu ergeben. Ich mag auch gerne andere Haustiere, wie Katzen, Hamster, Kaninchen. Ich  lassen mir nahezu alles von Kindern gefallen, lieben ihre Gesellschaft, besitzen eine Toleranz, die man sonst nur bei einem Heiligen findet. Nichts ist mir wichtiger im Leben, als bei dir zu sein, zur Familie zu gehören und es allen recht zu machen.

Die Liebe und Hingabe meiner Rasse an die Familie ist herzerwärmend und wirklich rührend. Wenn ich überhaupt einen Fehler habe, dann ist es übergroße Freundlichkeit !

Obgleich Labradors gute Haus- und Familienhunde sind, werden ich dennoch warnen, wenn ein Fremder vor der Tür steht. Mein tiefes, lautes Bellen wird mögliche Einbrecher abschrecken, obgleich ich kein echter Wachhund bin. Tatsächlich ist es viel wahrscheinlicher, dass dein Besucher fröhlich begrüßt wird, mit mir spielen kann, sie in aggressiver Art abzuschrecken. Und dieses angenehme Wesen sollte unbedingt bewahrt werden - Labradors sollten wie alle anderen Jagdhunderassen nie aggressiv sein, aber ebenso wenig furchtsam oder nervös oder sonst irgendwie außer Form.

Mein gutes Wesen, Freundlichkeit, Liebe, Ergebenheit, Intelligenz und Gehorsam machen mich zum absoluten Familienhund !

Allgemeines Erscheinungsbild:

Kräftig gebaut, kurz in der Lendenpartie, sehr aktiv; breiter Schädel, Brust und Rippenkorb tief und gut gewölbt; breit und stark in Lende und Hinterhand.

Charakteristika:

Gutmütig, sehr bewegungsfreudig. Vorzügliche Nase, weiches Maul, ausgeprägte Wasserfreudigkeit. Anpassungsfähiger, treuer Begleiter.

Wesen:

Intelligent, aufmerksam und leichtführig, mit großem Bedürfnis, seinem Besitzer Freude zu bereiten. Von freundlichem Naturell, mit keinerlei Zeichen von Aggressivität oder unberechtigter Scheue.

Kopf und Schädel:

Breiter Schädel mit deutlichem Stopp, klar modelliert ohne fleischige Backen. Kiefer von mittlerer Länge, kraftvoll, nicht spitz. Nasenschwamm breit, gut ausgebildete Nasenlöcher.

Augen:

Mittelgroß, dabei Intelligenz und gutes Wesen zeigend, braun oder haselnussfarben.

Behang:

Nicht groß oder schwer, dicht am Kopf anliegend, hoch und ziemlich weit hinten angesetzt.

Gebiss:

Kiefer und Zähne kräftig mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

Hals:

Trocken, stark, kraftvoll, in gut gelagerte Schultern übergehend.

Vorhand:

Schulterblätter lang und schräg liegend. Vorderläufe mit kräftigen Knochen und von den Ellenbogen zum Boden gerade, sowohl von vorne wie auch von der Seite betrachtet.

Gebäude:

Brust von guter Breite und Tiefe, stark gewölbter "fassförmiger" Rippenkorb. Gerade obere Linie. Breite, kurze und kräftige Lendenpartie.

Hinterhand:

Gut ausgebildet, nicht zur Rute hin abfallend, gut gewinkelte Kniegelenke. Tiefstehende Sprunggelenke, Kuhhessigkeit im höchsten Maße unerwünscht.

Pfoten:

Rund, kompakt; gut gewölbte Zehen mit gut ausgebildeten Ballen.

Rute:

Charakteristisches Merkmal, sehr dick im Ansatz, sich allmählich zur Rutenspitze hin verjüngend, mittellang, ohne Befederung, jedoch rundherum stark mit kurzem, dickem und dichtem Fell bedeckt, damit in der Erscheinung "rund", dies wird mit "Otterrute" umschrieben. Kann fröhlich, sollte jedoch nicht gebogen über dem Rücken getragen werden.

Gangart/Bewegung:

Frei, raumgreifend, dabei in Vor- und Hinterhand gerade und parallel

Haarkleid:

Charakteristisches Merkmal, kurz, dicht, nicht wellig, ohne Befederung, fühlt sich ziemlich hart an, wetterbeständige Unterwolle.

Farbe:

Einfarbig schwarz, gelb oder leber-/schokoladenfarben. Gelb reicht von hellcreme bis fuchsrot. Ein kleiner weißer Brustfleck ist statthaft.

Größe:

Ideale Schulterhöhe: Rüden 56-57 cm, Hündinnen 54-56 cm

Fehler:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Gewichtung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Anmerkung:

Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.

Hinterhand:

Gut ausgebildet, nicht zur Rute hin abfallend, gut gewinkelte Kniegelenke. Tiefstehende Sprunggelenke, Kuhhessigkeit im höchsten Maße unerwünscht.