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Willkommen auf der Webseite von Leanders Hundewelt.Hier könnt ihr alles nachlesen was diese Hunderasse betrifft.

Diese Seite beschäftigt sich mit allem rund um den Labrador Retriver. Es gibt Erklärungen zu verschiedenen Erkrankungen und zur Pflege, Zucht und der Physiologie des Labradors. Viel Spaß beim Stöbern.

 

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scheintrachtigkeit_gesauge

Die Scheinträchtigkeit / Scheinschwangerschaft oder Pseudogravidität ist eine sehr häufig
vorkommende Störung im Lebensalltag unserer Hündinen.

Homöopatische Mittel:

Pulsatilla D30 (bei ausgeprägtem Durst Cyclamen D30) 3x3 Tropfen für Hunde alle Rassen und Größen in das Trinkwasser oder direkt in die Lefzen

Allgemeinmed. Mittel:

In Abhänigkeit vom Gewicht der Hündin CONTRALAC (Metergolin)

Die sogenannte Scheinschwangerschaft beginnt etwa 4-7 Wochen nach der Läufigkeit der Hündin. Erkennbar ist sie dadurch, daß das Gesäuge der Hündin anschwillt, in ausgeprägten Fällen wird sogar Milch produziert. Die Hündin zeigt ein verändertes Verhalten, baut ein Nest, verwendet ihr Spielzeug als Welpenersatz (welches auch oft verteidigt wird). Viele Hündinnen zeigen einen schlechten Appetit und wollen das Haus nicht verlassen.

Die Scheinträchtigkeit ist keine Erkrankung, sondern ein Zeugnis davon, daß unsere Hunde vom Wolf abstammen. Im Wolfsrudel darf nur die Leithündin gedeckt werden und Junge gebären. Da sie jedoch auch die beste Jägerin ist, müssen rangniedrige Hündinnen die Welpen der Leithündin säugen. Deshalb geben sie Milch obwohl sie nicht trächtig waren. Geregelt wird dieser Mutterinstinkt und die Milchproduktion im Gehirn, genauer gesagt in der Hirnanhangsdrüse.

Bei Hündinnen die starke Symptome einer Scheinschwangerschaft zeigen ist es wichtig diese Muttergefühle möglichst zu unterbinden. Ausgedehnte Spaziergänge, der Entzug von Spielzeug und das Verhindern von Nestbauten sind die besten Möglichkeiten den Hund abzulenken.

Wenn das Gesäuge sich entzündet, heiß und geschwollen ist empfiehlt es sich kalte Umschläge aus Topfen anzubringen oder kühlende durchblutungsfördernde Salben aufzutragen.In stärkeren Fällen die mit Fieber und Schmerzen einhergehen muß tierärztlich behandelt werden. Bei einer massiven Milchproduktion können milchhemmende Medikamente verabreicht werden.

Eine Scheinschwangerschaft kann nach einer Läufigkeit nicht verhindert werden. Eine echte Schwangerschaft verhindert nicht, daß die Hündin in den darauffolgenden Läufigkeiten nicht wieder scheinträchtig wird.

Bei einer Hündin die nicht zur Zucht verwendet wird empfiehlt es sich, die Hündin kastrieren zu lassen. Neben allen Vorteilen, die diese Operation mit sich bringt, ist dies die einzige Maßnahme die eine Scheinträchtigkeit auf Lebensdauer verhindert. Eine Kastration in frühen Jahren (innerhalb der ersten 1-2 Läufigkeiten) minimiert auch das Risiko einer Tumorentwicklung im Gesäuge, welche bei nichtkastrierten Hündinnen sehr häufig vorkommt

Ihre Tierärztin / Ihr Tierarzt hat verschiedene Möglichkeiten, das Symptombild schnell und effektiv zu mildern. Sie/Er wird mit Ihnen gemeinsam außerdem entscheiden, wie Sie zukünftige Scheinschwanger- schaften mildern oder ganz verhüten können.