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Wenn der Hund alt wird

Geschrieben von Michael Wappler am 29. Juli 2011. Veröffentlicht in Interessantes

Wenn ein junger Hund mal alt wird.

Der zehnjährige Labrador ist immer noch recht gut beisammen. Nur um die Schnauze herum ist er grau, und manchmal sieht er schon etwas angegangen aus wenn er so am morgen aufsteht. Aus den guten Schwimmer und läufer von einst ist ein ruhiger, genüg­samer Senior geworden. Er schläft mehr, und seine Körper­haltung wirkt auf einmal viel steifer. Das Aufstehen fällt ihm schwerer und alles geht ein wenig langsamer als früher.

Hunde großer und sehr großer Rassen altern schneller als kleine und mittelgroße Hunde. Bei sehr großen Hunden ( wie Doggen ) ist es schon toll wenn sie das zehnte Lebensjahr erreichen. Die Seniorphase beginnt somit bei diesen Rassen schon um das siebente Lebensjahr. Andere kleine Rassen, wie Pudel oder Da­ckel, sind oft bis ins hohe Lebensalter von 15 Jahren fit und agiel. Es sollen auch schon Hunde bis zu 30 Jahre geworden sein .

Bei Hunden mit dunklem Fell sieht man schon recht zeitig, dass sie im Gesicht grau wer­den, bei helleren Hunden fällt dies erst sehr viel später auf. Hundesenioren haben weniger Geschmacksnerven und eine reduzierte Speichelsekretion. Damit kann auch erklärt werden warum ältere Hunde oft schlechter fressen wie zu Jugendzeiten. Oft sind auch die Zähne abgenutzt, und der Darm ist träger als in der Jugend. Das sollte zum Beispiel berücksichtigt werden, wenn Kauknochen verfüttert werden. Naturknochen sollte man in diesem Alter dann besser nicht mehr verfüttern. Ein älterer Hund ist auch weniger aktiv und hat oft Verschleißerscheinungen an Gelenken und Knochen. Das Risiko, Gewicht und Muskelmasse zu verlieren, steigt. Das Immunsystem eines Seniors ist auch nicht mehr so effektiv wie es mal war, was allerdings kein Grund zur Panik ist. Es ist nicht notwendig Medikamente zu geben.

Dank guter und hochwertiger Fertigfutter und Futterzusätze ist es nicht schwierig, jedem Hundesenior die passende Ernährung zusammenzustellen. Dabei sollte man sich vom Tier­arzt des Vertrauens beraten lassen, um den Gesundheitszustand des Hundes zu berücksichtigen. Grund­sätzlich gilt: Eiweiß braucht der alte Hund nicht mehr so viel, wohl aber mehr Vitamine, Mine­ralstoffe und Spurenelemente.

Passen Sie die Spaziergänge und Aktivitäten an die Bedürfnisse Ihres Vierbeiners an und überfordern Sie ihn nicht. Gehen sie, wie zu Welpenzeiten, lieber einmal mehr und kürzer um den Block. Ihr Hund wird es Ihnen danken. Sorgen Sie dafür, dass er möglichst nicht auf sehr kaltem und hartem Untergrund liegt. Ebenso vertragen alte Hunde die schwüle Hitze im Hochsommer nicht. Meiden Sie also die pralle Sonne und gehen hauptsächlich in den frühen und späten Tageszeiten mit ihm raus.

Wie in jeder Lebensphase gilt auch gerade im Alter. Denktraining ist wichtig, um den Hundesenior lange fit zu halten. Dabei muss es nicht immer ein ausgiebiger Ausflug in die Natur sein, auch Spiele in der Wohnung, bei denen der Hund beispielsweise sein verstecktes Spielzeug suchen muss, halten ihn länger jung! Solange ein Hund keine schweren Leiden hat, kann er jede Menge Spaß und Freude bis ins hohe Alter haben und sein Leben genießen.